Abschluss2008

"Schule befähigt zu lebenslangem Lernen"  

Auch wenn für manche das Ziel ihrer Reise noch unbekannt ist, wünschte Steinheims stellvertretender Bürgermeister John Meyer den Absolventen der Städtischen Realschule: "Kommt gut an!" Für die 100 Schüler war es der vorläufig letzte "Arbeitstag" ihres Schullebens, auch wenn für sie das Lernen weitergeht - an weiterführenden Schulen oder in der Berufsschule. Für den weiteren Lebens- und Berufsweg seien durch die erworbene Fachoberschulreife und durch die Realschule Steinheim aber beste Vorraussetzungen gelegt worden, war sich Meyer sicher, weil durch den erfolgreichen Abschluss die Bausteine erworben wurde, um Schüler zum lebenslangen Lernen zu befähigen und künftige Aufgaben selbstbewusst zu meistern." Interesse und Engagement sind der Schlüssel zum Erfolg." gab er im Rahmen der stimmungsvollen Abschlussfeier den Absolventen  als Ratschlag mit und gratulierte namens Rat und Verwaltung zum erfolgreichen Schulabschluss. Für die 100 Steinheimer Realschüler war es ein ganz besonderer Tag, wie schon das Motto der Feier "Klappe die 10-te ! Jetzt führen wir Regie" deutlich machten. An diesem Freitag, dem 13. hatte aber auch jeder Aberglaube seine Wirkung eingebüßt. Viel mehr sorgte das sonst negativ besetze Datum nur für positive Emotionen, wie Rektor Döll in seiner Ansprache versicherte und Parallelen zwischen Fußball- Europameisterschaft und Schulzeit zog. Wie der Bundestrainer formten die Klassenlehrer nach der Einschulung in der Klasse 5 eine Mannschaft, sprich eine Schulklasse. Wie in der Nationalmannschaft bildete spielerisches Können eine Grundvoraussetzung, die es wie im Fußball durch geeignete "Trainingmethoden" in sechs Schuljahren bis zum Abschluss zu einer Klasseneinheit zu formen galt, in der Kooperation, Verständnis, Rücksichtsnahme und auch manchmal Verzicht eine große Rolle spielen sollten. "Schule ist nicht nur eine Einrichtung zu einer Wissensvermittlung," sagte Döll. Dass die Schüler ihre Schulzeit  erfolgreich zu Ende brachten, machte der Schulleiter an Zahlen sichtbar. 57 Schüler erreichten den "Mittleren Schulabschluss" der Fachoberschulreife, ein Schüler hatte den Hauptschulabschluss  nach Klasse 10 erworben, 42 bekamen auf ihren Zeugnis den Qualifikationsvermerk bescheinigt und damit die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. "Ihr werdet zunehmend das Heft selbst in die Hand nehmen und den weiteren schulischen, beruflichen, aber auch privaten Lebensweg eigenverantwortlich bestimmen, auch wenn man wie im Fußball mit Rückschlägen leben müsse," erklärte Döll mit dem Verweis darauf, das  nun ein neuer Lebensabschnitt beginne. Eine besondere Leistung belohnte die Sparkasse Steinheim erstmalig mit dem neu gestifteten "Preis der Sparkasse", der künftig für das Beste Abschlusszeugnis in Form einer finanziellen Auszeichnung vergeben wird. Der stellv. Filialleiter Stefan Wiedemeier zeichnete damit Robert Fischer aus, in dessen Zeugnis fast nur Einsen stehen. Glückwünsche an die Realschulabsolventen brachte Kathrin Krehemeier für die SV und Annette Söltl für die Schulpflegschaft zum Ausdruck. Pressente für die besten Schüler jeder Klasse gingen an Franziska Wiechen, Katharina Pott und Max Westerwelle. Mit einem Buchpreis wurde das vorbildliche Engagement  von Irina Janzen für die Klassengemeinschaft gewürdigt.